
Behinderte Fachkräfte haben bei uns Perspektiven. Hierzu die Stimme eines Gründungsmitglieds und ehemaligen Mitarbeiters der PSG:
Im Alter von 19 Jahren erlitt ich durch einen Badeunfall eine hochgradige Querschnittlähmung. Außer meinem Kopf konnte ich nichts mehr bewegen. Es folgten viele anstrengende Jahre mit stationärem Krankenhausaufenthalt und anschließender Umschulung zum Datenverarbeitungskaufmann im Rehabilitationszentrum Heidelberg. Mittlerweile konnte ich mich zumindest ein paar Stunden pro Tag im Rollstuhl aufrecht halten.
Als meine Studienkollegen und ich die Umschulung in Heidelberg beendet hatten, gab es für unseren weiteren Lebensweg nur zwei Alternativen: das Behindertenpflegeheim oder die Pfennigparade in München. Die Pfennigparade bot uns die Möglichkeit, einen eigenen Hausstand unter Inanspruchnahme der hausinternen Pflegedienste zu gründen. Dennoch blieb für mich - trotz meines guten Berufsabschlusses - der Arbeitsmarkt verschlossen.
Durch einen Kontakt zur Siemens AG und anschließender Auftragsgarantie für drei Jahre war es uns möglich, die PSG Programmier-Service GmbH unter dem Dach der Pfennigparade zu gründen und unser Können in IT-Projekten unter Beweis zu stellen. Wir hatten Siemens durch unsere professionelle Arbeitsweise und unsere Fähigkeiten überzeugt und konnten dadurch weitere Aufträge verbuchen. Unsere Erfolge in der Datenbankerstellung für Großrechner, in der Softwareentwicklung sowie später in der Betreuung von PC-Systemen sprachen sich herum. Weitere Kunden wie IBM, BMW und verschiedene Ministerien schenkten uns daraufhin ihr Vertrauen.
Trotz meiner Mehrfachbehinderung habe ich viel erreicht: Familie, Beruf, Hobbys und finanzielle Unabhängigkeit. Die Pfennigparade und die PSG schafften die Voraussetzungen für meinen Erfolg und ermöglichten mir, ein "fast normales" Leben zu führen und nicht mit Mitte zwanzig in ein Alten- oder Pflegeheim eingewiesen zu werden.
Ich wünsche mir, dass das Grundkonzept der PSG, behinderten Menschen ein selbstbestimmtes Leben mit Arbeit zu ermöglichen, weiterhin Schule macht.